Auf der Jagd nach Glumanda – unser Lager in Schankweiler

Ein Wochenende voller Abenteuer liegt hinter uns: Gemeinsam mit den Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus Rheinbach waren wir in Schankweiler unterwegs.

Anreise mit Fußmarsch inklusive

Schon die Anreise lief nicht genau wie geplant. Eigentlich sollte uns der Bus bis kurz vor den Lagerplatz bringen, doch da dorthin kein richtiger Weg führt, wurden wir in einem kleinen Dorf in der Nähe rausgelassen. Von dort hieß es: Rucksack auf und rund 40 Minuten zu Fuß weiter zum Zeltplatz. Für die jüngeren Wölflinge war das ein ordentlicher Auftakt, mit vollem Gepäck, aber alle haben es geschafft.

Am Platz angekommen ging es direkt ans Zeltaufbauen. Nach dem Aufbau gab es zur Belohnung Abendessen, und als es dunkel wurde, saßen wir gemütlich ums Feuer zusammen und sind langsam ins Wochenende gestartet.

Samstag: Team Rocket schlägt zu

Nach einem entspannten Frühstück wurde es ernst – zumindest in der Pokémon-Welt: Team Rocket hatte doch tatsächlich Glumanda gestohlen! Ash machte uns Mut, dass wir es gemeinsam wiederfinden würden, aber vorher mussten alle erst ihr Training absolvieren. Damit war das Thema des Lagers gesetzt und der Nachmittag stand fest im Zeichen der angehenden Pokémon-Trainerinnen und -Trainer.

Vormittags war erstmal Tatkraft gefragt: Für die Stationen brauchten wir Schatten und für den Abend Feuerholz. Also zogen die Pfadis los, um im Wald ein paar tote Bäume zu fällen. Diese spontane Idee zehrte bei den meisten mehr an den Kräften, als sie am Anfang gedacht hatten. Mit Geduld, einer Axt und einem ordentlichen Keil haben wir am Ende drei tote Bäume für neues Feuerholz gefällt. Das gemeinsame Heraustragen des Stamms zwischen den Bäumen hindurch war dann das perfekte Teamwork-Training. (Ein Baum hatte sich beim Fällen in der Krone eines anderen verfangen und blieb am Ende Sieger. Den überlassen wir der Natur.) Währenddessen haben Wölflinge und Juffis die Küchenplanen für den Schatten für die Stationen aufgebaut.

Am Nachmittag ging dann das Stationenprogramm los. An mehreren Stationen wurde fleißig trainiert:

  • Feuer machen: ohne Feuerzeug ein Feuer entfachen, sondern mit einem Feuerstahl
  • Zunder herstellen: aus Baumwollstoff selbst Zunder zum Anzünden basteln
  • Quiz: Wissen rund ums Lagerleben und die Natur
  • Karte und Kompass: richtig lesen und nutzen sowie Wegzeichen erkennen
  • Lied komponieren: ein eigenes Pokémon-Lied über das Lager und das geklaute Glumanda dichten

Nach so viel Hitze gab es für viele eine logische Folge: ab in den Bach! Der war bei 27 Grad Außentemperatur angenehm erfrischend, und man konnte direkt reinspringen, ohne sich lange an die Temperatur gewöhnen zu müssen.

Den Abend ließen wir entspannt am Lagerfeuer ausklingen – mit mehr als genug Holz.

Sonntag: Stafette

Den Sonntag begannen wir mit etwas Freizeit für alle, bevor es mittags mit einer großen Stafette quer durch die Natur losging. Das Ziel: Team Rocket besiegen und Glumanda zurückerobern! An den Stationen war Köpfchen, Geschick und Teamgeist gefragt:

  • Naturmemory: unter Bechern versteckte Naturgegenstände paarweise wiederfinden
  • Pokéball ins hohe Gras werfen: den Ball und das Pokémon suchen und finden
  • Pokéball-Dosenwerfen: mit dem Pokéball möglichst viele Dosen abräumen
  • Montagsmaler: Pokémon erraten lassen
  • Pokéstop mit Stärkung: ein krankes Pokémon huckepack über einen Fluss bringen, mit kleiner Verpflegung als Belohnung
  • Pokédex-Challenge: wer kann die meisten Pokémon aufzählen?

Den Tag ausklingen haben die meisten Kinder wieder indem noch eine runde im Bach gespielt worden ist und am Abend saßen wir dann wieder bei gemeinsamen Liedern am Lagerfeuer.

Am nächsten Tag hieß es dann früher aufstehen, alles abbauen und sich auf den Heimweg machen.

Gut Pfad!